Mit jemand anderem in der Unternehmung über eine schwierige Teamkonstellation zu sprechen, fällt vielen Führungskräften schwer. Schliesslich haben Sie die Mitarbeitenden meist selbst eingestellt oder im Team belassen. Und Sie wollen nicht als schwache Leitung wahrgenommen werden. Die Hilfsmittel der Personalabteilung sind ausgeschöpft oder erscheinen wenig passend. Vielleicht hat auch die Reflexion des eigenen Führungsverhaltens bislang zu keinem Ausweg verholfen. Damit stehen Sie nicht allein.
Führungspositionen werden mit fachlich bestqualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten besetzt – mit Menschen, die ihr Fach beherrschen. Nur: Die Führung eines Teams verlangt eine andere Kompetenz als die fachliche Exzellenz, für die Sie ursprünglich ausgewählt wurden. Auch dienen Sie gewissermassen zwei Teams gleichzeitig: als Fachperson dem Leitungsteam, dem Sie angehören, und als Führungsperson dem Team, das Sie führen. Gerade in dienstleistungsorientierten Unternehmungen zählt die Führung von Menschen zu den zentralen Anforderungen an eine Kaderperson. Nur ist diese Fähigkeit schwer messbar, ohne Weiterbildung und stetige Begleitung kaum zu entwickeln und noch schwerer im Alltag zu bestehen, vor allem, wenn der Ernstfall eintritt.
Wer beurteilt eigentlich den Zustand Ihres Teams? Wo es stark ist, wo es Entwicklung braucht? Wann und wie geschieht diese Einschätzung? Die Gruppendynamik im Team und Ihre eigene Führungspersönlichkeit sollten sich möglichst gut ergänzen. Das ist keine neue Erkenntnis. Und dennoch bleibt das Miteinander im Team die grosse, immerwährende Sorge vieler Chefinnen und Chefs: Mal ist es dies, mal jenes, aber nie scheint es dauerhaft gelöst. Ein zu grosser Teil Ihrer Aufmerksamkeit, während der Arbeitszeit wie in der Freizeit, bleibt an diesen Disharmonien hängen. Und das betrifft nicht nur Sie, auch Ihre Teammitglieder tragen diese Last mit.
Ganz verhindern lassen sich Teamquerelen nie. Aber Ihr Team kann so gefördert werden, dass es Konflikte frühzeitig benennt und löst, bevor daraus offene Streitigkeiten werden. So wie Sie als Führungsperson in Ihrer Funktion Profi sind, braucht es auch für diesen Begleitprozess ausgebildete, erfahrene Fachpersonen. Sie unterstützen Sie dabei, rechtzeitig auf Spannungen im Team zu reagieren. Und sie begleiten Ihre Mitarbeitenden darin, aus belastenden Situationen persönliche wie kollektive Erkenntnisse zu gewinnen. Das stärkt nicht nur die vielzitierte Resilienz und die Verbundenheit im Team. Viel wichtiger: Professionelle Konfliktbegleitung verbessert die Arbeitsleistung des gesamten Teams nachhaltig, nicht nur für den Moment.
Unterstützung beizuziehen ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist eine unternehmerische Entscheidung mit einem sehr hohen Return on Investment.
Wenn Sie sich in dieser Ratlosigkeit wiedererkennen, sprechen Sie mit mir darüber.