Unter Vertrauen verstehe ich ‘sich trauen’, das zum Ausdruck zu bringen, was einem wichtig ist. In vielen Teams wird Wesentliches verschwiegen. Somit steuert das Team und deren Leitung auf eine Lösung zu, die besser sein könnte.
Gute Teams halten nichts voneinander zurück. Mitglieder vertrauen einander auf grundlegenden, emotionalen Ebenen, haben kein Problem damit, sich mit Schwächen, Fehlern, Ängsten und Verhaltensweisen gegenüber den anderen angreifbar und verletzlich zu zeigen und sind folglich ohne jeden Filter völlig offen. Vertrauen hat vor allem mit Verletzlichkeit und Angreifbarkeit zu tun. Die einzige Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen, besteht darin, den inneren Widerstand gegen Offenheit zu überwinden. Man muss den Teammitgliedern beibringen, gut damit klarzukommen, wenn sie vor den anderen blossgestellt werden, und ohne Scheu ganz ehrlich Dinge zu sagen wie:
- «Ich hatte unrecht» oder
- «Ich habe einen Fehler gemacht» oder
- «Ich brauche Hilfe» oder
- «Ich bin mir nicht sicher» oder
- «Du kannst das besser als ich» und sogar
- «Es tut mir leid»
Nur so lernen die Teammitglieder, einander zu vertrauen. Stattdessen werden sie Energie darauf verschwenden, darüber nachzudenken, was sie wohl am besten sagen sollten.
Die entscheidende Zutat ist: Mut